Die drei größten japanischen Finanzinstitute – Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG), Sumitomo Mitsui Financial Group (SMBC) und Mizuho Financial Group – haben eine Grundsatzvereinbarung zur gemeinsamen Ausgabe von Stablecoins getroffen. Laut neuesten Informationen planen sie, diese an reale Währungen gekoppelten Token spätestens bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres einzuführen. 2026, das heißt, bis März 2027.
Dieser Schritt stellt einen wichtigen Meilenstein in der Digitalisierung des japanischen Finanzsektors dar und wird die Einführung von Blockchain-Technologien im lokalen Unternehmensumfeld deutlich beschleunigen.
Gemeinsamer Standard und Unterstützung durch Regulierungsbehörden
Um einen reibungslosen Start zu gewährleisten, richten die Banken einen eigens dafür eingerichteten Lenkungsausschuss ein, der die operative und technische Umsetzung überwacht. Die Initiative wird zudem von der japanischen Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) begleitet und unterstützt. Die Aufsichtsbehörde bietet den Banken rechtliche Beratung und stellt im Rahmen ihres neuen Fintech-Förderprogramms sicher, dass das Projekt internationalen Standards für digitale Vermögenswerte entspricht.
Interoperabilität ist ein Schlüsselelement des gesamten Projekts. Stablecoins werden auf einem einheitlichen technischen und rechtlichen Standard (unter Verwendung der Progmat-Plattform) aufgebaut, der nahtlose Geldtransfers zwischen Kunden verschiedener Banken ermöglicht.
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Erst Yen, später vielleicht Dollar
Die neuen digitalen Token werden im Verhältnis 1:1 durch reale Fiatwährungen gedeckt sein, wodurch die für klassische Kryptowährungen typischen starken Preisschwankungen vermieden werden. In der ersten Phase wird ein an den japanischen Yen (JPY) gekoppelter Stablecoin eingeführt; eine zukünftige Erweiterung um eine an den US-Dollar (USD) gekoppelte Variante ist möglich.
Hauptziel dieser Initiative ist es, konzerninterne und konzernübergreifende Abrechnungen sowie internationale Kapitaltransfers effizienter, schneller und kostengünstiger zu gestalten. Der erste große Unternehmenskunde, der das neue System implementiert, ist der führende japanische Handelskonzern Mitsubishi Corporation.
Das Unternehmen plant, Stablecoins für das interne Clearing und die finanzielle Abwicklung zwischen seinen mehr als 240 Tochtergesellschaften weltweit einzusetzen, was beispielsweise internationale Dividendenzahlungen erheblich vereinfachen wird.
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Ehrgeizige Ziele für die Zukunft
Das am Projekt beteiligte Bankenkonsortium, das den Arbeitstitel „Projekt Pax“ trägt, hat sich zum Ziel gesetzt, dies bis zum Jahr zu erreichen. 2028 Das Transaktionsvolumen im B2B-Bereich beträgt 1 Billion Yen. Parallel zu diesem Projekt entsteht in Japan eine weitere Initiative großer Banken und Brokerhäuser, die darauf abzielt, japanische Staatsanleihen zu tokenisieren und die sofortige Abwicklung rund um die Uhr mithilfe von Stablecoins einzuführen.