Booking.com ist eine der beliebtesten Plattformen für das Anbieten und Buchen von Kurzzeitunterkünften. Allein in der Europäischen Union nutzen über 45 Millionen Menschen die Plattform monatlich, und die Anzahl der verfügbaren Unterkünfte steigt stetig (im zweiten Quartal). 2025 Es gab 8,4 Millionen Angebote, ein Anstieg von 8 % im Vergleich zum Vorjahr. Booking.com ist auch ein beliebtes Ziel für Hacker, da die Plattform nicht nur Nutzerdaten, sondern auch Zahlungskartendaten enthält. Nun hat Booking.com einen massiven Datendiebstahl eingeräumt.
In Anbetracht der Anzahl der Plattformnutzer Booking.com Plötzlich befanden sich Millionen von Menschen in unmittelbarer Gefahr. Hacker hatten es geschafft, in das System einzudringen und sich Zugriff zu verschaffen. Informationen zu aktuellen Reservierungen verbunden mit Namen, Adressen und andere Daten Die Plattform bestätigte den massiven Sicherheitsverstoß und informierte umgehend alle betroffenen Nutzer per E-Mail, in der sie aufgefordert wurden, ihre Zugangsdaten zu ändern und ihre PINs zurückzusetzen. Sie gab jedoch nicht bekannt, wie viele Personen von dem Angriff betroffen waren.
Angst vor Phishing
Viele Menschen misstrauen jedoch von Natur aus E-Mails, in denen sie aufgefordert werden, ihr Passwort oder ihre PIN zu ändern. Und das ist gut so, denn Phishing-Angriffe Die Zahl steigt stetig, und Hacker werden immer erfinderischer. Merkwürdigerweise hat Booking.com den Fehler begangen, die Warn-E-Mail nicht von seiner offiziellen Hauptadresse zu versenden, weshalb viele sie als weiteren Phishing-Versuch ignorierten.
Auf dem Forum entbrannte ebenfalls eine hitzige Debatte. RedditDort tauschten Nutzer ihre Erkenntnisse aus und diskutierten, ob es sich um Betrug oder eine echte Warnung der Reiseplattform handelte. Booking bestätigte die Information später gegenüber Bleeping Computer. „Wir haben vor Kurzem verdächtige Aktivitäten festgestellt, bei denen unbefugte Dritte möglicherweise Zugriff auf einige unserer Gästereservierungsdaten erlangt haben.“ Offenbar handelte es sich nicht nur um Namen und Kontaktdaten, sondern die Angreifer erbeuteten auch einige der private Gespräche zwischen Kunden und Unterkunftsanbietern.
Die schlechte Nachricht ist: Was geschehen ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Jemand besitzt nun eine riesige Datenbank. Namen, E-Mail- und Postadressen sowie Telefonnummern von Millionen von MenschenUnd es kann jederzeit und auf jede erdenkliche Weise missbraucht werden. Booking.com räumte den Fehler ein, bietet aber keine zusätzlichen Maßnahmen für einen besseren Nutzerschutz an. Gleichzeitig wurde nicht offengelegt, wie ein solch beispielloser Angriff zustande kommen konnte.